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Interview mit Mathias Härzschel

17. Dezember 2003

"Strukturen im LTC sind mehr als vorbildlich"

Seit kurzer Zeit ist Matthias Härzschel im Vorstand des LTC aktiv. Er ist gemeinsam mit Alexander Bube für den Bereich Kommukation und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In ersten Teil unserer Interviewserie mit den Vorstandsmitgliedern plaudert er aus dem Nähkästchen.

LTC1990.de: 1. Herr Härzschel, Sie sind seit kurzen Vorstandsmitglied im LTC und mit verantwortlich für Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit. Was hat sie
dazu motiviert?

Matthias Härzschel: Die Motivation begründet sich aus dem Interesse zum Sport im allgemeinen, mit dem ich schon als Kind aufgewachsen bin. Meine Eltern haben beide Sport studiert, so dass mir eigentlich keine andere Wahl blieb, als dem zu folgen. Erst nach und nach hat sich dann mein Interesse zu den unternehmerischen Aufgaben des Sports entwickelt. Da ich selber einmal 2.Bundesliga gespielt habe, weiß ich, welche Professionalisierung in den Vorständen von Vereinen von Nöten ist, um diesen Leistungssport anzubieten und vor allem zu realisieren. Genau hier sehe ich auch meine Motivation, denn die Strukturen beim LTC sind mehr als vorbildlich, dieses gilt es nun zu bündeln und weiterzuentwickeln. Sicherlich trägt auch mein Studium einen Teil dazu bei. Ich mache mein Hobby zum Beruf. Dementsprechend ist es mein Traumberuf, und da gilt es auch, ehrenamtlich in einem Tennisverein zu arbeiten und sein Engagement einfließen zu lassen.

LTC1990.de: Wie erwähnt sind sie im Februar 2004 diplomierter Sportmanager? Warum vernachlässigen viele Vereinen den wichtigen Bereich der Kommunikation und welche Aktivitäten sind im LTC geplant?

Matthias Härzschel: Die Krise kennen viele Vereine: Überalterung, sinkende Mitgliedszahlen, zunehmende Konkurrenz durch offene Freizeitangebote und virtuelle Lern- oder Chatmöglichkeiten im Internet. Der Leistungsdruck in Schule und Beruf lässt das Zeitbudget von Menschen jeden Alters dahinschmelzen. Gerade Jugendliche, die auf Dauer das Bestehen eines Vereins sichern, müssen sich in den Nachmittags und Abendstunden zwischen Angeboten in Jugendzentren, TV Soaps, Internet Foren und den Kursen zahlreicher Vereine entscheiden. Wo das Bedürfnis nach Zerstreuung übersättigt ist, reicht es nicht, Leistungen bloß anzubieten. Vereine müssen sich verkaufen. Am besten unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Viele Vereine verstehen sich aber nicht als Dienstleister. Vereine müssen heutzutage als Unternehmen eingestuft werden. Die Vereine, die dieses Umdenken nicht realisieren, werden sich nicht weiterentwickeln und können sich auf dem Markt nicht halten. Vereinsmarketing ist aus dieser Sicht nicht mehr wegzudenken. Warum dieses Problem erkannt wird, Lösungen in Vereinen aber nicht konkretisiert werden, ist eine
schwierige Frage? Ich denke, es fehlt vielen Vereinen an Know-How. Und natürlich auch an ehrenamtlichen Fachkräften. Beim LTC sind wir auf einem guten Weg. Die Arbeit, die bis jetzt im Bereich K u Ö geleistet wurde, ist hervorragend, dennoch ausbaufähig. Jetzt gilt es Reserven zu finden und diese einzusetzen. Im Bereich der
klassischen Werbung werden wir einen neuen Ansatzpunkt finden, und auch Merchandising soll nicht länger ein Fremdwort sein.

LTC1990.de: Sie sind nicht nur neu im Vorstand des LTC, sondern auch Oberliga-Spieler in unserer 1. Herrenmannschaft in der nächsten Saison. Was sind dort ihre Ziele?

Matthias Härzschel: Das Mannschaftsziel unserer 1. Herrenmannschaft ist klar definiert. Wir wollen die Klasse halten und gegebenfalls die ganz großen mächtig ärgern. Die Mannschaft besteht aus sehr guten Einzelspielern, die alle Oberliga-Niveau haben, dementsprechend brauchen wir uns vor keiner Mannschaft verstecken. Eines ist noch ganz wichtig, der Klassenerhalt wird uns wesentlich leichter gemacht, wenn wir bei den Heimspielen von zahlreichen Mitgliedern unterstützt werden.

LTC1990.de: Wie sieht ein gebürtiger Niedersachse die Olympiabewerbung Leipzigs?

Matthias Härzschel: Da ich seit ca. 5 jahren in Leipzig lebe und mich hier mehr als wohl fühle, unterstütze ich die Bewerbung Leipzigs natürlich in allen Belangen. Ich finde es großartig, was hier und in der Umgebung geleistet wurde. Was mich aber besonders fasziniert, ist die Begeisterung der Bürger und Mitmenschen. Ob ich beim Handball, Volleyball oder beim Tennis bin, es ist immer eine Gänsehaut-Atmosphäre in den Hallen zu spüren. Ich bin der fetsen Meinung, dass Leipzig sehr gute Chancen hat. Mich ärgert aber ein bisschen die Berichterstattung der nationalen Presse. "Stimmt das wirklich, das ist ja furchtbar, typisch" - diese Worte habe ich schon oft am Telefon von meinen Freunden oder der Familie gehört. Ich versuche dann alles zu erklären, warum und weshalb, dann sind alle wieder beruhigt und drücken wieder die Daumen für Olympia 2012 in Leipzig, segal ob in Niedersachen, Bayern oder woanders.

Vielen Dank

Härzschel verstärkt neu strukturierten Vorstand

Matthias Härzschel (links) wird von LTC-Präsident Rüdiger Jansen im Vorstand begrüßt

03. Dezember 2003

Im Mai diesen Jahres trat Franziska Starke aus ihrer Vorstandsfunktion zurück. Seitdem operierte der Vorstand des LTC mit acht statt den neun satzungsmäßigen Gremiumsmitgliedern. In der letzten Vorstandssitzung wurde nun der freie Posten im erweiterten Vorstand kommisarisch besetzt.

Sportmarketing als Berufung

Mit dem 27-jährigen Matthias Härzschel, der kurz vor dem Abschluss seines Sportmanagement-Studiums steht, wurde ein Mann berufen, dessen Aufgabe es ist, vor allem den Marketing-Bereich des LTC zu verstärken. Sowohl interne Kommunkation als auch im Besonderen das Auftreten des LTC in der Öffentlichkeit werden in seinen Verantwortungsbereich gelegt. Matthias Härzschel ist seit diesem Jahr Mitglied und verstärkt zusätzlich zum Vorstandsteam auch unsere 1. Herren-Mannschaft in der Oberliga-Saison 2004. Der gebürtige Wilhelmshavener kann als sportliche Highlights Auftritte in der 2. Bundesliga (beim RC Sport Leipzig) und Junioren-Matches gegen Spieler wie Nikolas Kiefer vorweisen.

Aufgaben im Vorstand neu verteilt

Der Vorstand des LTC hat den Neueintritt Härzschels, der durch die Mitgliederversammlung im Frühjahr 2004 bestätigt werden muss, zu einer Neuverteilung der Aufgabenbereiche genutzt. Das Ressort Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, das bisher allein von Alexander Bube geführt wurde, ist nun auf zwei Schultern verteilt. Diese Aufsplittung ist deshalb nötig, weil die zukünftigen Aufgaben und Projekte für eine Person nicht vollständig erfüllt werden können. Während Härzschel sich um die Bereiche Presse, Werbung und Event-Marketing konzentriert, verbleiben bei Alexander Bube die Kommunikationsaufgaben wie Internet, Vereinszeitung und Corporate Identity.

Der Bereich Breitensport und Veranstaltungen wurde nach dem Rücktritt von Franziska Starke auf Dieter Scheibe übertragen, der dieses Ressort nun auch in Zukunft neben der Jugendarbeit verantwortet. Die anderen Fachbereiche im Vorstand blieben bei ihren Verantwortlichen. Mit einem weiteren jungen Vorstandsmitglied ist das Führungsgremium nun wieder vollzählig. LTC-Präsident Rüdiger Jansen hofft darauf, dass wieder Kontinuität in der Besetzung einsetzt und die gute Vereinsarbeit weitergeführt werden kann.

Als Service für die Internet-Besucher startet die Online-Redaktion ab der nächsten Woche mit einer Interview-Serie mit allen neuen Vorstandsmitgliedern. Beginnen werden wir aus gegebenem Anlass mit Matthias Härzschel.

Alexander Bube

LTC-Spieler stürmen die Ranglisten

01. Dezember 2003

Anfang Oktober blicken alle ambitionierten Tennisspieler auf die neu veröffentlichten Ranglisten, um ihr unmittelbares Ergebnis der abgelaufenen Saison in einer der verschiedenen Ranglisten belegt zu sehen. Und für Spieler des LTC gab es in neuesten Ausgaben der Bestenlisten einige hervorragende Platzierungen.

Artiom Agamov Nummer 30 in der U14 Deutschlands

Die wichtigste Rangliste ist natürlich die offizielle Deutsche Rangliste in den verschiedenen Altersklassen. In die offizielle Wertung schaffte es hier ein sehr hoffnungsvolles Talent des LTC. Der 14-jährige Artiom Agamov, der seit dem letzten Jahr in unserem Verein ein neues zu Hause gefunden hat, konnte sich aufgrund seiner hervorragenden Turnierauftritte in der Altersklasse U14 auf den 30. Platz vorspielen. Damit steht er nur 10 Plätze hinter Toni Pflug (Dresden-Blasewitz), der in Sachsen als das grüßte Talent gefeiert wird. Die Ziele für Artiom, in Zukunft Profi-Tennis zu spielen, sind damit bestätigt. Der LTC wünscht weiterhin Erfolg. In den anderen offiziellen Deutschen Ranglisten werden unsere Spieler in Zukunft noch vordringen müssen.

Altes Eisen, junges Blut und neue Besen

In den Verbands- und Leipziger Bezirksranglisten ist der LTC so oft vertreten wie nie zuvor in der Vereinsgeschichte. Anfangen wollen wir mal mit Markus Perschke. Der langjährige Spieler der 1. Herren, der alle Stationen dieser Mannschaft mitgemacht hat, wird im nächsten in die Herren 30 übergehen. Und in dieser Altersklasse belegt er den 14. Platz in der sächsischen Bestenliste.

Weitere Spieler der 1. Herren sind in den Aktiven-Rankings gelistet. So belegt Franz Reuschel Platz 4 bei den Herren. Dies ist die höchste Position, die je ein Nachwuchsspieler unseres Vereins in dieser Wertung belegt hat. Unsere Neuzugänge für die nächste Saison Matthias Härzschel und Sebastian Frenzel folgen auf Platz 6 und 7. Unser liebgewonnener Italiener, Andrea Biella, der beim 5. Audi Tennis Cup auftrumpfte, rangiert auf Position 6. Bei den Damen steht Vailett Müller im LTC am weitesten vorn. In der Bezirksrangliste der Damen belegt sie Platz 5.

Bei den Junioren spitze im Bezirk

Die Erfolge unserer Nachwuchsmannschaften in diesem Sommer liessen ja einiges erhoffen. Aber die Platzierungen unserer Junioren in den Verbandsranglisten ist phänomenal. Vor allem im Bezirks Leipzig wird die herausragende Jugendarbeit im LTC belegt. In den männlichen Altersklasse U18, U16 und U14 belegen Spieler des LTC teilweise mehrfach den ersten Platz. Auch bei den Juniorinnen ist in jeder Rangliste, ausgenommen U14, eine Spielerin vertreten. Nun gilt es auch in den Verbandsranglisten weiter nach vorne zu rücken, um die Dresdner Übermacht zu durchbrechen.

Alexander Bube